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Ab Sonntag, 1. November, haben wir für alle geöffnet. Wir freuen uns auf euch.

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Über uns

Silvie Marchal und Sascha Beiderlinden führen das Gasthaus in der Ortsmitte von Hahn.

Fast ein Jahr lang blieb die Küche im Gasthaus zum Taunus kalt. Die letzten Pächter hatten Ende 2025 aufgehört, und das Haus am Bürgerhaus stand leer. Am 1. November 2026 haben wir wieder aufgemacht.

Unsere Geschichte

Mein kleiner Bruder war Koch – und zwar mit Leib und Seele. Wir beide hatten schon immer eine ganz besondere Verbindung. Wir waren nicht nur Geschwister, sondern auch beste Freunde. Die Liebe zum guten Essen und zur Gastronomie hat uns immer verbunden.

Ich selbst habe über 30 Jahre in der Bedienung gearbeitet. Und immer, wenn ich Urlaub in Tschechien machte, war es für mich selbstverständlich, meinem Bruder in der Küche zu helfen. Ich wollte, dass er ein bisschen früher Feierabend machen konnte und wir mehr Zeit miteinander verbringen konnten. Wir haben zusammen gekocht, gelacht und geträumt.

Sein größter Wunsch war es, eines Tages mit mir gemeinsam ein Restaurant zu eröffnen.

Doch leider hatte das Leben andere Pläne. Eine schwere Krankheit kam dazwischen. In unseren letzten Gesprächen träumten wir immer noch davon, dass er nach Deutschland kommen würde. Wir wollten zusammen kochen, unsere Gäste glücklich machen und mit gutem, ehrlichem Essen das Leben ein bisschen schöner und leckerer gestalten.

Doch dann musste mein kleiner Bruder seinen letzten Weg antreten. Er ging viel zu früh. Aber seine Liebe, seine Leidenschaft fürs Kochen und vor allem sein letzter Wunsch sind für immer in meinem Herzen geblieben. Die Zeit verging, aber dieser Traum ließ mich nie los.

Eines Tages bemerkten mein Mann und ich, dass unser guter Freund Sascha, der schon lange als Restaurantleiter arbeitete, sein herzliches, freundliches Lachen gegen einen traurigen Gesichtsausdruck eingetauscht hatte. Das tat uns weh. Denn wir kannten Sascha als einen Menschen, der mit seinem Lächeln andere glücklich machen konnte.

Und plötzlich entstand eine Idee. Wir sagten zu ihm: „Sascha, wenn du möchtest, suchen wir gemeinsam ein Restaurant. Du übernimmst die Leitung, und wir unterstützen dich mit all unserer Kraft!“

Sascha war sofort begeistert. In seinen Augen war wieder dieses Feuer zu sehen – eine große Flamme voller Freude, Hoffnung und neuer Energie.

Aber ein paar Wünsche hatten wir auch. Wir lieben gutes, ehrliches, selbst gekochtes Essen. Besonders hausgemachte Suppen, die man heute leider in vielen Restaurants kaum noch findet. Wir wollten etwas schaffen, das von Herzen kommt:

  • Jeden Tag eine leckere, selbst gemachte Suppe.
  • Einen guten, bezahlbaren Mittagstisch.
  • Klassische deutsche und böhmische Küche, wie wir sie von früher kennen und lieben.
  • Und natürlich die Möglichkeit, unsere Köstlichkeiten auch mit nach Hause zu nehmen.

Besonders wichtig war mir dabei, auch für meine lieben Gäste und langjährigen Klienten da zu sein, die mich über viele Jahre begleitet haben.

Sascha war mit allem einverstanden und machte sich voller Begeisterung auf die Suche nach einem passenden Lokal. Und dann kam das Glück zu uns: Das Restaurant „Zum Taunus“ wurde frei.

Vielleicht war es Zufall. Vielleicht war es Schicksal. Oder vielleicht hat mein kleiner Bruder von oben ein bisschen mitgeholfen. Und genau dort begann unser großes Abenteuer.

Heute sind wir alle hier. Mit viel Mut, Liebe, Freundschaft und der Hoffnung, etwas ganz Besonderes zu schaffen. Wir möchten keinen Ort, an dem man einfach nur schnell etwas isst. Wir möchten einen Ort schaffen, an dem man sich willkommen fühlt. Wo man gemeinsam lacht, genießt und für einen Moment die Sorgen des Alltags vergisst. Einen Ort, an dem mit Liebe gekocht und mit Herz serviert wird.

Und wenn ich heute in unserer Küche stehe, weiß ich: Mein kleiner Bruder ist nicht mehr an meiner Seite, aber in meinem Herzen ist er immer dabei. Sein Traum lebt weiter. Und vielleicht ist unser Restaurant „Zum Taunus“ genau das, was er sich für uns gewünscht hätte.

Denn manche Träume sterben nie. Sie warten nur darauf, auf eine andere Weise Wirklichkeit zu werden.

In liebevoller Erinnerung an meinen kleinen Bruder, dessen Traum für immer ein Teil unserer Geschichte bleiben wird.
Silvie Marchal

Sascha

Sascha Beiderlinden hat vorher mehrere Jahre das Restaurant Waldgeist an der Eisernen Hand geleitet. Jetzt führt er das Gasthaus zum Taunus.

Was auf den Tisch kommt

Deutsch-böhmische Küche: Svíčková, der böhmische Rinderbraten in Rahmsoße mit Knödeln, Schweinebraten mit hausgemachten Kartoffelklößen und Apfelrotkohl, hausgemachte Leberknödel auf Sauerkraut, dazu Schnitzel in vielen Varianten. Jeden Tag gibt es eine selbst gemachte Suppe. Mittags von Montag bis Freitag einen Mittagstisch mit Suppe, abends und am Wochenende die ganze Karte. Zur Speisekarte

Mehr als ein Restaurant

Im Taunus soll wieder etwas los sein. Mit den Vereinen aus Hahn planen wir Abende mit Musik, im Sommer sitzen wir draußen im Biergarten, und für Familien- und Firmenfeiern ist Platz. Termine und Feiern

Hahn und Taunusstein auf alten Postkarten:

Alte Postkarte: der Gasthof zum Taunus an der Straße in Hahn, mit Schild über der Tür
Gasthof zum Taunus, alte Postkarte